In Venedig wird heute gleich dreifach gefeiert. Zum einen ist der 25. April der Befreiungstag Italiens vom Nationalsozialismus. Zum anderen erinnert er an Markus, den Evangelisten und Schutzpatron Venedigs. Aber da gibt es noch etwas anderes: Das sogenannte Festa del Bocolo, bei dem Frauen eine rote Rose geschenkt bekommen.
Welche Geschichte hinter dieser uralten Tradition steckt, erfahrt ihr im heutigen Artikel!
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Im 9. Jahrhundert lebte ein Mädchen in Venedig, das wegen seiner natürlichen Schönheit von allen Vulcana genannt wurde. Ihr Vater war der Doge Orso I Partecipazio, der sein Amt in der Zeit von 864 - 881 ausübte. Obwohl ihr etliche Adlige zu Füßen lagen, schlug Vulcanas Herz für einen armen Jungen namens Troubadour Tancredi. Das Glück der beiden hätte perfekt sein können, doch Vulcanas Vater störte sich an der einfachen Herkunft des jungen Mannes. Um die Gunst des angesehenen Dogen zu erlangen, entschied sich Tancredi daher, in den Krieg zu ziehen. Würde er erst Ruhm und Ehre erlangen, so könnte er als Held nach Venedig zurückzukehren und Vulcana endlich zur Frau nehmen.

Am 24. April überbrachte er ihr die traurige Nachricht und legte die Rose in ihre Hände. Nur einen Tag später wurde Vulcana tot in ihrem Bett gefunden. Auf ihrem Herzen ruhte die Rose von Tancredi, die über Nacht aufgeblüht war. Seitdem gelten rote Rosen insbesondere für die Venezianer als Symbol ewiger Liebe, weshalb die Männer ihrer Angebeteten noch heute am 25. April eine solche schenken.
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